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Lagerumschlagshäufigkeit: Was sie bedeutet und wie du sie gezielt erhöhst

Die Lagerumschlagshäufigkeit zeigt, wie oft du deinen Lagerbestand pro Jahr komplett verkaufst. Wir erklären, wie du sie berechnest, was ein guter Wert ist – und welche konkreten Maßnahmen deinen Lagerumschlag verbessern.

Was ist die Lagerumschlagshäufigkeit?

Die Lagerumschlagshäufigkeit (auch Inventory Turnover Rate) gibt an, wie oft du deinen gesamten Lagerbestand innerhalb eines bestimmten Zeitraums – üblicherweise ein Jahr – komplett verkauft und ersetzt hast.

Formel:
Lagerumschlagshäufigkeit = Umsatz (zu Einstandspreisen) ÷ durchschnittlicher Lagerbestand

Beispiel: Dein Jahresumsatz zu Einstandspreisen beträgt 500.000 Euro. Dein durchschnittlicher Lagerbestand liegt bei 100.000 Euro. Deine Lagerumschlagshäufigkeit beträgt 5 – du hast deinen Bestand fünfmal im Jahr komplett umgeschlagen.

Was ist ein guter Wert?

Das hängt stark von der Branche ab. Als Richtwerte für E-Commerce:

Ein Wert unter 2 deutet auf übermäßig hohe Lagermengen oder schlechte Verkaufsplanung hin. Ein sehr hoher Wert kann bedeuten, dass du häufig Ausverkaufssituationen riskierst.

Warum ist die Lagerumschlagshäufigkeit so wichtig?

Ein niedriger Umschlag bindet Kapital – Geld, das in deinen Produkten liegt, statt in Wachstum, Marketing oder Produktentwicklung zu fließen. Zudem entstehen höhere Lagerkosten für Plätze, die von langsamen Artikeln blockiert werden.

Ein hoher Umschlag bedeutet: Deine Produkte verkaufen sich gut, dein Kapital ist produktiv eingesetzt, deine Lagerkosten pro Einheit sind geringer.

6 Maßnahmen zur Erhöhung der Lagerumschlagshäufigkeit

1. ABC-Analyse durchführen

Teile dein Sortiment in A- (Schnelldreher), B- und C-Artikel (Langsamdreher) ein. Priorisiere A-Artikel in Einkauf und Lagerplätzierung.

2. Bestandsplanung datenbasiert gestalten

Nutze Verkaufsdaten, saisonale Muster und Trends, um Einkaufsmengen präzise zu planen – statt nach Gefühl zu bestellen.

3. Mindestbestand und Reorder-Point definieren

Automatische Nachbestellpunkte verhindern sowohl Überbestand als auch Stockouts.

4. Langsamdreher aktiv abverkaufen

Bundles, Aktionen oder Outlet-Preise helfen, C-Artikel schneller zu bewegen – und Lagerplätze für bessere Produkte freizumachen.

5. Lieferantenkonditionen optimieren

Häufigere, kleinere Bestellungen statt seltener Großbestellungen halten den Bestand niedriger und den Umschlag höher.

6. Fulfillment-Daten nutzen

Ein gutes Fulfillment Center wie Greenfillment stellt dir Echtzeit-Bestandsdaten und Verkaufsreports zur Verfügung. Nutze diese Daten, um Entscheidungen zu treffen – nicht Bauchgefühl.

Fazit

Die Lagerumschlagshäufigkeit ist eine der wichtigsten Kennzahlen im E-Commerce. Sie zeigt, wie effizient du dein Kapital einsetzt, und ist ein Frühindikator für operative Probleme. Mit den richtigen Prozessen und einem datengetriebenen Fulfillment-Partner lässt sie sich systematisch verbessern.

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